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		<title>wiki.bienenzeitung.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.bienenzeitung.de/index.php?title=Milchs%C3%A4ure&amp;diff=1689</id>
		<title>Milchsäure</title>
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				<updated>2010-03-12T15:43:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Milbe-55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Imkerlexikon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Organische Säure]] wird zur sogenannten alternativen [[Behandlung]] der Bienenvölker gegen den [[Parasit]]en, wie beispielsweise die [[Varroamilbe]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwendung ist denkbar einfach. Mit einem handelsüblichen Blumensprüher werden pro bienenbesetzte Wabenseite 8 ml 15%ige MS gleichmäßig verteilt. Dazu muss gesagt werden, dass die Bienen nicht eingenässt, sondern besprüht werden. Die 8 ml kann man ermitteln, indem man mittels Glasmesssäule oder Ähnlichem die Pumpanzahl ermittelt. Eine zweimalige Behandlung im Abstand von 7 Tagen sollte eingehalten werden. Bei der Kunstschwarmbildung reicht eine einmalige Milchsäurebehandlung. Von dem Erfolg der Behandlung kann man sich beim Auszählen der Milben unter dem Varroagitter überzeugen. Bei brutfreien Völkern liegt er bei 80-95 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Vor- und Nachteile der Milchsäurebehandlung'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorteil wäre zu nennen, dass Milchsäure eine sehr milde und rückstandsfreie Säure ist, die sich ausgezeichnet zur Varroabekämpfung im Jahresverlauf eignet. Milchsäure wirkt antiseptisch und ist in der Lage, Pilzerkrankungen wie Kalkbrut in ihrer Entwicklung zu hemmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Nachteile'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da jede Wabe einzeln gezogen werden muss, ist der Arbeitsaufwand bei Imkern mit mehr als 10 Völkern erheblich. Milchsäure wirkt nicht in der verdeckelten Bienenbrut. Bei der Behandlung mit MS sollten alle Völker am gleichen Tag behandelt werden, da die behandelten Völker kurzzeitig ihren Stockgeruch verlieren! Räuberei in trachtarmer Zeit kann nicht ausgeschlossen werden! Bei Sommerbehandlungen ist zu beachten, dass Drohnen Milchsäure weniger gut vertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Noch einmal kurz zu meiner MS-Behandlung'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei geschätztem starken Befall, wenn zum Beispiel Anfang August mehr als 1.000 Milben nach der Behandlung fallen und gleichzeitig noch große Brutflächen vorhanden sind, müsste innerhalb von drei Wochen eine zweite Spätsommerbehandlung stattfinden (20.9 - 20.10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss also pro Bienenvolk und Jahr mit drei Behandlungen rechnen, in schweren Fällen mit vier oder fünf Behandlungen. Beim Aufbau der Jungvölker wird die Milchsäure im Sommer eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Ich rate ab, Milchsäure einzusetzen'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) im Winter bei Temperaturen unter +2°C oder in Erwartung sehr kalter Nächte,&lt;br /&gt;
b) in der warmen Jahreszeit bei Temperaturen unter plus 12 Grad Celsius,&lt;br /&gt;
c) in aller Frühe, wenn die Bienen noch „schlaftrunken“ sind,&lt;br /&gt;
d) bei anhaltendem Regen, Nebel, überhaupt bei anhaltender sehr hoher Luftfeuchtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bienen dürfen nur fein besprüht werden: Sie dürfen nicht „schwarz“ werden. Ich verwende immer 15%ige Milchsäure, das ist wirksam und sparsam zugleich. Meine Bienen litten in den letzten Jahren nie unter Nosema. Die Milchsäurebehandlung scheint auch hier heilsame Nebenwirkungen zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Rechtsdrehende oder linksdrehende Milchsäure?'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kaufe Milchsäure in der Apotheke (Razemat = optisch inaktive Milchsäure). Vor jeder Behandlung mische ich die 15%ige Lösung selbst an. L (+) / D (-) = 1:1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L (+) - Laktat = rechtsdrehende Milchsäure&lt;br /&gt;
D (-) - Laktat = linksdrehende Milchsäure&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwar fertige 15%ige Säure zu kaufen, und auch sie besteht aus L (+) / D (-) Laktaden aber, je Charge, mit einem Hang zu: L (+) oder D (-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis hat sich bei mir die optisch inaktive Milchsäure am besten bewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Ergänzende Hinweise zur Praxis'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor jeder Behandlung wird eine Windel eingelegt, denn jede Behandlung ist zugleich eine Diagnoseuntersuchung, die alle weiteren Schritte bestimmt. Durch die Benetzung mit Säure bekommen die Bienen einen Schock. Sie versuchen, sich zur Traube zusammenzuziehen. Also sie fliegen nicht ab, wie das oft fälschlicherweise berichtet wird. Der Flug wird eingestellt. Nach dem Schließen der Beute brausen die Bienen auf. Bei Flugwetter herrscht aber am nächsten Tag wieder voller Betrieb. Nach einer Stunde setzt zögernd der erste Milbenfall ein. So richtig „prasselt“ es erst nach 12 Stunden. Nach 16 Stunden liegen etwa 80 Prozent der Milben unten, der Rest nach weiteren 16 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Ablauf der Behandlung'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurzer Rauchstoß unter die Folie, obere Zarge zur Seite, untere Zarge zuerst, Randwabe mit Bienen zur Seite, übrige Waben mit Stockmeißel lockern, Waben der Reihe nach herausziehen, beidseitig besprühen, in der alten Ordnung sofort wieder einsetzen und zusammenschieben, zur Seite gestellte Randwabe zuletzt besprühen und zurücksetzen, gegebenenfalls zweite Zarge oben drauf setzen und genauso behandeln, Dach drauf, fertig! Achtung! Bei der Winterbehandlung wird kein Rauch verwendet, statt dessen kurz von oben auf die Wabengassen gesprüht; die Milchsäure wird angewärmt und warmgehalten, wenn man das Sprühgerät in warmes Wasser stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Uhlig&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Milbe-55</name></author>	</entry>

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		<title>Milchsäure</title>
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				<updated>2010-03-12T15:41:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Milbe-55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Imkerlexikon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Organische Säure]] wird zur sogenannten alternativen [[Behandlung]] der Bienenvölker gegen den [[Parasit]]en, wie beispielsweise die [[Varroamilbe]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwendung ist denkbar einfach. Mit einem handelsüblichen Blumensprüher werden pro bienenbesetzte Wabenseite 8 ml 15%ige MS gleichmäßig verteilt. Dazu muss gesagt werden, dass die Bienen nicht eingenässt, sondern besprüht werden. Die 8 ml kann man ermitteln, indem man mittels Glasmesssäule oder Ähnlichem die Pumpanzahl ermittelt. Eine zweimalige Behandlung im Abstand von 7 Tagen sollte eingehalten werden. Bei der Kunstschwarmbildung reicht eine einmalige Milchsäurebehandlung. Von dem Erfolg der Behandlung kann man sich beim Auszählen der Milben unter dem Varroagitter überzeugen. Bei brutfreien Völkern liegt er bei 80-95 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vor- und Nachteile der Milchsäurebehandlung''&lt;br /&gt;
Als Vorteil wäre zu nennen, dass Milchsäure eine sehr milde und rückstandsfreie Säure ist, die sich ausgezeichnet zur Varroabekämpfung im Jahresverlauf eignet. Milchsäure wirkt antiseptisch und ist in der Lage, Pilzerkrankungen wie Kalkbrut in ihrer Entwicklung zu hemmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nachteile''&lt;br /&gt;
Da jede Wabe einzeln gezogen werden muss, ist der Arbeitsaufwand bei Imkern mit mehr als 10 Völkern erheblich. Milchsäure wirkt nicht in der verdeckelten Bienenbrut. Bei der Behandlung mit MS sollten alle Völker am gleichen Tag behandelt werden, da die behandelten Völker kurzzeitig ihren Stockgeruch verlieren! Räuberei in trachtarmer Zeit kann nicht ausgeschlossen werden! Bei Sommerbehandlungen ist zu beachten, dass Drohnen Milchsäure weniger gut vertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Noch einmal kurz zu meiner MS-Behandlung''&lt;br /&gt;
Bei geschätztem starken Befall, wenn zum Beispiel Anfang August mehr als 1.000 Milben nach der Behandlung fallen und gleichzeitig noch große Brutflächen vorhanden sind, müsste innerhalb von drei Wochen eine zweite Spätsommerbehandlung stattfinden (20.9 - 20.10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss also pro Bienenvolk und Jahr mit drei Behandlungen rechnen, in schweren Fällen mit vier oder fünf Behandlungen. Beim Aufbau der Jungvölker wird die Milchsäure im Sommer eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich rate ab, Milchsäure einzusetzen''&lt;br /&gt;
a) im Winter bei Temperaturen unter +2°C oder in Erwartung sehr kalter Nächte,&lt;br /&gt;
b) in der warmen Jahreszeit bei Temperaturen unter plus 12 Grad Celsius,&lt;br /&gt;
c) in aller Frühe, wenn die Bienen noch „schlaftrunken“ sind,&lt;br /&gt;
d) bei anhaltendem Regen, Nebel, überhaupt bei anhaltender sehr hoher Luftfeuchtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bienen dürfen nur fein besprüht werden: Sie dürfen nicht „schwarz“ werden. Ich verwende immer 15%ige Milchsäure, das ist wirksam und sparsam zugleich. Meine Bienen litten in den letzten Jahren nie unter Nosema. Die Milchsäurebehandlung scheint auch hier heilsame Nebenwirkungen zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Rechtsdrehende oder linksdrehende Milchsäure?''&lt;br /&gt;
Ich kaufe Milchsäure in der Apotheke (Razemat = optisch inaktive Milchsäure). Vor jeder Behandlung mische ich die 15%ige Lösung selbst an. L (+) / D (-) = 1:1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L (+) - Laktat = rechtsdrehende Milchsäure&lt;br /&gt;
D (-) - Laktat = linksdrehende Milchsäure&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwar fertige 15%ige Säure zu kaufen, und auch sie besteht aus L (+) / D (-) Laktaden aber, je Charge, mit einem Hang zu: L (+) oder D (-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis hat sich bei mir die optisch inaktive Milchsäure am besten bewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ergänzende Hinweise zur Praxis''&lt;br /&gt;
Vor jeder Behandlung wird eine Windel eingelegt, denn jede Behandlung ist zugleich eine Diagnoseuntersuchung, die alle weiteren Schritte bestimmt. Durch die Benetzung mit Säure bekommen die Bienen einen Schock. Sie versuchen, sich zur Traube zusammenzuziehen. Also sie fliegen nicht ab, wie das oft fälschlicherweise berichtet wird. Der Flug wird eingestellt. Nach dem Schließen der Beute brausen die Bienen auf. Bei Flugwetter herrscht aber am nächsten Tag wieder voller Betrieb. Nach einer Stunde setzt zögernd der erste Milbenfall ein. So richtig „prasselt“ es erst nach 12 Stunden. Nach 16 Stunden liegen etwa 80 Prozent der Milben unten, der Rest nach weiteren 16 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ablauf der Behandlung&lt;br /&gt;
Kurzer Rauchstoß unter die Folie, obere Zarge zur Seite, untere Zarge zuerst, Randwabe mit Bienen zur Seite, übrige Waben mit Stockmeißel lockern, Waben der Reihe nach herausziehen, beidseitig besprühen, in der alten Ordnung sofort wieder einsetzen und zusammenschieben, zur Seite gestellte Randwabe zuletzt besprühen und zurücksetzen, gegebenenfalls zweite Zarge oben drauf setzen und genauso behandeln, Dach drauf, fertig! Achtung! Bei der Winterbehandlung wird kein Rauch verwendet, statt dessen kurz von oben auf die Wabengassen gesprüht; die Milchsäure wird angewärmt und warmgehalten, wenn man das Sprühgerät in warmes Wasser stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieter Uhlig&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Milbe-55</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://wiki.bienenzeitung.de/index.php?title=Bienengesundheit&amp;diff=1588</id>
		<title>Bienengesundheit</title>
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				<updated>2010-03-08T21:34:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Milbe-55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Das_Große_Imkerbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Thema suchen wir, entsprechend den Hinweisen in der Hilfe, einen Autor der einen Beitrag veröffentlicht und damit quasi Teil unseres Imkerbuches im ursprünglichen Sinne wird. Hinweis: Beispielsweise wie in den [[Monatshinweise]]n von Bienenrudi.&lt;br /&gt;
Alle die einen Begriff oder Sachverhalt erläutern möchten, der zu diesem Thema passt schreiben diesen bitte im Bearbeitungsmodus untereinander hierher. Unser Autor kann dann auch diese Begriffe möglichst mit berücksichtigen wenn sie zu seinem Skript passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit ist eine [[Behandlung]] der Bienenvölker gegen die [[Varroamilbe]] unerläßlich.&lt;br /&gt;
Derzeit sind viele [[Behandlungsmethoden]] im Einsatz. Eine dieser [[Behandlungsmethoden]] erfolgt mittels [[Ameisensäure]]verdunstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hinweis:''' Siehe auch [[Krämerplatte]], [[3,5% Oxalsäurelösung ansetzen]], [[Oxalsäurebehandlung]], [[Thymolbehandlung]], [[Nassenheider Verdunster]], [[Tracheenmilbe]] , [[Ruhr]], [[Maikrankheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steckbrief: '''Amerikanische Faulbrut'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Allgemeines''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche nach der &amp;quot;Verordnung über anzeigepflichtige Tierseuchen&amp;quot;. Die AFB wird nach den Bestimmungen der Bienenseuchen-Verordnung staatlich bekämpft. Der Erreger der AFB wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika erstmals beschrieben - er war jedoch immer schon in Europa verbreitet. Entgegen älterer Lehrmeinung ist der Erreger, das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae larvae, nicht ubiquitär. (ständig im Bienenvolk vorhanden!) Die Faulbrutsporen werden hauptsächlich über räubernde Bienen oder kontaminierte Waben und Bienenwohnungen sowie über Honig und Futter verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erreger durchläuft im Bienenvolk folgenden Infektionszyklus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sporen (Dauerform) gelangen z.B. über kontaminierten Honig oder kontaminierte Waben in gesunde Bienenvölker. Damit die Krankheit zum Ausbruch kommt, ist eine relativ große Sporenmenge nötig. Eine geringe Sporenbelastung kann bei einem widerstandsfähigen Volk durch geeignete Maßnahmen des Imkers oder durch günstige Umweltbedingungen wirkungsvoll reduziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Sporen werden durch Körperkontakt und Futteraustausch im Bienenvolk verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Der sporenkontaminierte Honig wird unerkannt in die Vorratswaben eingelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Bienen, welche die Brut versorgen, verfüttern den kontaminierten Honig an die Brut (unverdeckelte Brutzellen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Die Larven nehmen die Sporen mit dem Futter oral auf. Im Larvendarm keimen die Sporen aus und vermehren sich als Stäbchen (aktive Form) massenhaft. Wenige Stunden alte Larven können von einer geringen Anzahl Sporen infiziert werden. Bleibt die Infektion unerkannt, verbleiben die Larven im Volk und führen zur Vermehrung des Erregers. Prinzipiell sind Ammenbienen in der Lage, verdächtige oder infizierte Larven zu erkennen. Durch Putzverhalten werden diese aus der Bienenwohnung entfernt, wodurch der Infektionsdruck verringert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Nach Verdeckelung der Brutzelle wird die Larve von den Faulbrutbakterien zersetzt. Der Zelldeckel sackt ein, wird löchrig und verfärbt sich langsam dunkel. Die Streichholzprobe fällt in diesem Stadium positiv aus: nach Entfernen des Zelldeckels wird ein Streichholz in den hell- bis dunkelbraunen, zersetzten Zellinhalt eingetaucht. Beim Herausziehen des Streichholzes wird eine fadenziehende Masse unterschiedlicher Konsistenz sichtbar. Hiermit besteht ein eindeutiger, anzeigepflichtiger Verdacht auf das Vorliegen der AFB. Nach vollständiger Zersetzung der Larve durch die Bakterien bilden diese die widerstandsfähigen Sporen. Die eingetrocknete Masse wird als Faulbrutschorf bezeichnet, der fest in der Brutzelle haftet und Milliarden von Sporen enthält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Durch das Putzverhalten der Bienen werden beim Entfernen des Schorfes die Sporen weiter verteilt. Die Sporen haften am Bienenkörper. Sporen, die in den Verdauungstrakt der adulten Bienen gelangen, werden außerhalb des Bienenstocks abgekotet, während die übrigen Sporen im Stock verteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Klinische Symptome der Amerikanischen Faulbrut'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· lückenhaftes Brutnest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· eingesunkene, löchrige, feucht glänzende Zelldeckel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· breiige, kaffeebraun verfärbte, fadenziehende Masse in Brutzellen mit noch nicht &lt;br /&gt;
eingetrocknetem Zellinhalt (siehe &amp;quot;Streichholzprobe&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· wässrige, kaffeebraun verfärbte, nicht fadenziehende Masse bei Mischinfektionen, vermutlich mit Viren oder Bakterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· stehen gebliebene, verdeckelte Zellen, in denen sich abgestorbene Maden &lt;br /&gt;
oder Reste davon befinden, müssen Anlass für genauere Untersuchungen sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· fest sitzende Schorfe in ehemaligen Brutzellen: &lt;br /&gt;
Während bei der Amerikanischen Faulbrut die Schorfe im unteren Teil der Zelle fest mit der Zellwand verbunden sind, sitzen sie bei Europäischer Faulbrut locker in der - meist noch unverdeckelten - Zelle. Bei Ruhr finden sich die Schorfe (= Kotflecken) meist nur im Bereich der Zellöffnungen von bebrüteten und unbebrüteten Waben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· leimartiger, fußschweißartiger Geruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wann besteht Verdacht des Ausbruchs der AFB ?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder AFB-Verdacht ist dem Veterinäramt  gemäss § 9 Tierseuchengesetz unverzüglich anzuzeigen. &lt;br /&gt;
Ein Verdacht liegt vor, wenn die klinischen Symptome oder die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung den Ausbruch der Seuche befürchten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Amtstierarzt kann Sachverständige (= Bienensachverständige) hinzuziehen.&lt;br /&gt;
Faulbrutverdächtige Waben sind zur Abklärung des Verdachtes an die zuständigen Untersuchungsstellen zu senden. Bis zur endgültigen Bewertung sind die Bienenstände, aus denen faulbrutverdächtiges (Brut)-Wabenmaterial entnommen und zur Untersuchung eingesandt wurde, mittels behördlichem Bescheid zu sperren. Die Bienenvölker dürfen nicht vom Standort entfernt werden; dies gilt u.a. auch für Waben, Wachs und Gerätschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der AFB-Verdacht ist amtlich festzustellen, wenn die nachfolgenden vier Sachverhalte  - auch einzeln -  zutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Waben besitzen Brutzellen mit löchrigen, eingesunkenen Zelldeckeln und abgestorbenen Maden&lt;br /&gt;
b) Brutzellen enthalten im Innern eine bräunliche, fadenziehende Masse (bei Mischinfektionen wässrig und nicht fadenziehend)&lt;br /&gt;
c) Zellen auf ehemaligen Brutwaben enthalten eingetrocknete, fest am Zellboden haftende Brutrückstände ( Schorfe)&lt;br /&gt;
d) Hoher Erregernachweis bei der Untersuchung von Futterkranzproben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird bei der bakteriologischen Untersuchung der veränderten Waben (Buchstaben a bis c) der Erreger nicht nachgewiesen, so ist die Bestandsperre aufzuheben. Liegt bei der Untersuchung der Futterkranzprobe ein hoher Erregernachweis vor, der den Ausbruch der AFB vermuten lässt, ist bei Fehlen klinischer Symptome eine klinische Nachuntersuchung im Abstand von 2 - 4 Wochen durchzuführen. Zeigen sich auch bei der zweiten Untersuchung keine klinischen Symptome, ist an Medikamentenmißbrauch oder an eine Manipulation des Imkers an seinen Bienenkästen (Völkeraustausch) zu denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle eines Erregernachweises in Honig - bzw. Futterkranzproben, die auf einen subklinischen Befall hindeuten, ist der Imker besonders auf die Notwendigkeit vorbeugender Maßnahmen zur Gesunderhaltung seiner Völker hinzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://ad1.adtago.de/clickGate.php?u=Fo6Pr2As&amp;amp;m=1&amp;amp;p=tL3R1W0897&amp;amp;s=&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fwww.iwf.de%2Fiwf%2Fres%2Fmkat%2Fmetafiles%2F02000020250110000000_hi.asx Amerikanische Faulbrut]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Milbe-55</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://wiki.bienenzeitung.de/index.php?title=Bienengesundheit&amp;diff=1587</id>
		<title>Bienengesundheit</title>
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				<updated>2010-03-08T21:31:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Milbe-55: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Das_Große_Imkerbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Thema suchen wir, entsprechend den Hinweisen in der Hilfe, einen Autor der einen Beitrag veröffentlicht und damit quasi Teil unseres Imkerbuches im ursprünglichen Sinne wird. Hinweis: Beispielsweise wie in den [[Monatshinweise]]n von Bienenrudi.&lt;br /&gt;
Alle die einen Begriff oder Sachverhalt erläutern möchten, der zu diesem Thema passt schreiben diesen bitte im Bearbeitungsmodus untereinander hierher. Unser Autor kann dann auch diese Begriffe möglichst mit berücksichtigen wenn sie zu seinem Skript passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit ist eine [[Behandlung]] der Bienenvölker gegen die [[Varroamilbe]] unerläßlich.&lt;br /&gt;
Derzeit sind viele [[Behandlungsmethoden]] im Einsatz. Eine dieser [[Behandlungsmethoden]] erfolgt mittels [[Ameisensäure]]verdunstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hinweis:''' Siehe auch [[Krämerplatte]], [[3,5% Oxalsäurelösung ansetzen]], [[Oxalsäurebehandlung]], [[Thymolbehandlung]], [[Nassenheider Verdunster]], [[Tracheenmilbe]] , [[Ruhr]], [[Maikrankheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://ad1.adtago.de/clickGate.php?u=Fo6Pr2As&amp;amp;m=1&amp;amp;p=tL3R1W0897&amp;amp;s=&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fwww.iwf.de%2Fiwf%2Fres%2Fmkat%2Fmetafiles%2F02000020250110000000_hi.asx Amerikanische Faulbrut]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Milbe-55</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://wiki.bienenzeitung.de/index.php?title=Bienengesundheit&amp;diff=1586</id>
		<title>Bienengesundheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.bienenzeitung.de/index.php?title=Bienengesundheit&amp;diff=1586"/>
				<updated>2010-03-08T21:29:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Milbe-55: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Kategorie:Das_Große_Imkerbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Thema suchen wir, entsprechend den Hinweisen in der Hilfe, einen Autor der einen Beitrag veröffentlicht und damit quasi Teil unseres Imkerbuches im ursprünglichen Sinne wird. Hinweis: Beispielsweise wie in den [[Monatshinweise]]n von Bienenrudi.&lt;br /&gt;
Alle die einen Begriff oder Sachverhalt erläutern möchten, der zu diesem Thema passt schreiben diesen bitte im Bearbeitungsmodus untereinander hierher. Unser Autor kann dann auch diese Begriffe möglichst mit berücksichtigen wenn sie zu seinem Skript passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Zeit ist eine [[Behandlung]] der Bienenvölker gegen die [[Varroamilbe]] unerläßlich.&lt;br /&gt;
Derzeit sind viele [[Behandlungsmethoden]] im Einsatz. Eine dieser [[Behandlungsmethoden]] erfolgt mittels [[Ameisensäure]]verdunstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hinweis:''' Siehe auch [[Krämerplatte]], [[3,5% Oxalsäurelösung ansetzen]], [[Oxalsäurebehandlung]], [[Thymolbehandlung]], [[Nassenheider Verdunster]], [[Tracheenmilbe]] , [[Ruhr]], [[Maikrankheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://ad1.adtago.de/clickGate.php?u=Fo6Pr2As&amp;amp;m=1&amp;amp;p=tL3R1W0897&amp;amp;s=&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fwww.iwf.de%2Fiwf%2Fres%2Fmkat%2Fmetafiles%2F02000020250110000000_hi.asx Amerikanische Faulbrut]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steckbrief: '''Amerikanische Faulbrut'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Allgemeines''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche nach der &amp;quot;Verordnung über anzeigepflichtige Tierseuchen&amp;quot;. Die AFB wird nach den Bestimmungen der Bienenseuchen-Verordnung staatlich bekämpft. Der Erreger der AFB wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika erstmals beschrieben - er war jedoch immer schon in Europa verbreitet. Entgegen älterer Lehrmeinung ist der Erreger, das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae larvae, nicht ubiquitär. (ständig im Bienenvolk vorhanden!) Die Faulbrutsporen werden hauptsächlich über räubernde Bienen oder kontaminierte Waben und Bienenwohnungen sowie über Honig und Futter verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erreger durchläuft im Bienenvolk folgenden Infektionszyklus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sporen (Dauerform) gelangen z.B. über kontaminierten Honig oder kontaminierte Waben in gesunde Bienenvölker. Damit die Krankheit zum Ausbruch kommt, ist eine relativ große Sporenmenge nötig. Eine geringe Sporenbelastung kann bei einem widerstandsfähigen Volk durch geeignete Maßnahmen des Imkers oder durch günstige Umweltbedingungen wirkungsvoll reduziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Sporen werden durch Körperkontakt und Futteraustausch im Bienenvolk verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Der sporenkontaminierte Honig wird unerkannt in die Vorratswaben eingelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Bienen, welche die Brut versorgen, verfüttern den kontaminierten Honig an die Brut (unverdeckelte Brutzellen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Die Larven nehmen die Sporen mit dem Futter oral auf. Im Larvendarm keimen die Sporen aus und vermehren sich als Stäbchen (aktive Form) massenhaft. Wenige Stunden alte Larven können von einer geringen Anzahl Sporen infiziert werden. Bleibt die Infektion unerkannt, verbleiben die Larven im Volk und führen zur Vermehrung des Erregers. Prinzipiell sind Ammenbienen in der Lage, verdächtige oder infizierte Larven zu erkennen. Durch Putzverhalten werden diese aus der Bienenwohnung entfernt, wodurch der Infektionsdruck verringert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Nach Verdeckelung der Brutzelle wird die Larve von den Faulbrutbakterien zersetzt. Der Zelldeckel sackt ein, wird löchrig und verfärbt sich langsam dunkel. Die Streichholzprobe fällt in diesem Stadium positiv aus: nach Entfernen des Zelldeckels wird ein Streichholz in den hell- bis dunkelbraunen, zersetzten Zellinhalt eingetaucht. Beim Herausziehen des Streichholzes wird eine fadenziehende Masse unterschiedlicher Konsistenz sichtbar. Hiermit besteht ein eindeutiger, anzeigepflichtiger Verdacht auf das Vorliegen der AFB. Nach vollständiger Zersetzung der Larve durch die Bakterien bilden diese die widerstandsfähigen Sporen. Die eingetrocknete Masse wird als Faulbrutschorf bezeichnet, der fest in der Brutzelle haftet und Milliarden von Sporen enthält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Durch das Putzverhalten der Bienen werden beim Entfernen des Schorfes die Sporen weiter verteilt. Die Sporen haften am Bienenkörper. Sporen, die in den Verdauungstrakt der adulten Bienen gelangen, werden außerhalb des Bienenstocks abgekotet, während die übrigen Sporen im Stock verteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Klinische Symptome der Amerikanischen Faulbrut'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· lückenhaftes Brutnest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· eingesunkene, löchrige, feucht glänzende Zelldeckel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· breiige, kaffeebraun verfärbte, fadenziehende Masse in Brutzellen mit noch nicht &lt;br /&gt;
eingetrocknetem Zellinhalt (siehe &amp;quot;Streichholzprobe&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· wässrige, kaffeebraun verfärbte, nicht fadenziehende Masse bei Mischinfektionen, vermutlich mit Viren oder Bakterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· stehen gebliebene, verdeckelte Zellen, in denen sich abgestorbene Maden &lt;br /&gt;
oder Reste davon befinden, müssen Anlass für genauere Untersuchungen sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· fest sitzende Schorfe in ehemaligen Brutzellen: &lt;br /&gt;
Während bei der Amerikanischen Faulbrut die Schorfe im unteren Teil der Zelle fest mit der Zellwand verbunden sind, sitzen sie bei Europäischer Faulbrut locker in der - meist noch unverdeckelten - Zelle. Bei Ruhr finden sich die Schorfe (= Kotflecken) meist nur im Bereich der Zellöffnungen von bebrüteten und unbebrüteten Waben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
· leimartiger, fußschweißartiger Geruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wann besteht Verdacht des Ausbruchs der AFB ?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder AFB-Verdacht ist dem Veterinäramt  gemäss § 9 Tierseuchengesetz unverzüglich anzuzeigen. &lt;br /&gt;
Ein Verdacht liegt vor, wenn die klinischen Symptome oder die Ergebnisse der bakteriologischen Untersuchung den Ausbruch der Seuche befürchten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Amtstierarzt kann Sachverständige (= Bienensachverständige) hinzuziehen.&lt;br /&gt;
Faulbrutverdächtige Waben sind zur Abklärung des Verdachtes an die zuständigen Untersuchungsstellen zu senden. Bis zur endgültigen Bewertung sind die Bienenstände, aus denen faulbrutverdächtiges (Brut)-Wabenmaterial entnommen und zur Untersuchung eingesandt wurde, mittels behördlichem Bescheid zu sperren. Die Bienenvölker dürfen nicht vom Standort entfernt werden; dies gilt u.a. auch für Waben, Wachs und Gerätschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der AFB-Verdacht ist amtlich festzustellen, wenn die nachfolgenden vier Sachverhalte  - auch einzeln -  zutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) Waben besitzen Brutzellen mit löchrigen, eingesunkenen Zelldeckeln und abgestorbenen Maden&lt;br /&gt;
b) Brutzellen enthalten im Innern eine bräunliche, fadenziehende Masse (bei Mischinfektionen wässrig und nicht fadenziehend)&lt;br /&gt;
c) Zellen auf ehemaligen Brutwaben enthalten eingetrocknete, fest am Zellboden haftende Brutrückstände ( Schorfe)&lt;br /&gt;
d) Hoher Erregernachweis bei der Untersuchung von Futterkranzproben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird bei der bakteriologischen Untersuchung der veränderten Waben (Buchstaben a bis c) der Erreger nicht nachgewiesen, so ist die Bestandsperre aufzuheben. Liegt bei der Untersuchung der Futterkranzprobe ein hoher Erregernachweis vor, der den Ausbruch der AFB vermuten lässt, ist bei Fehlen klinischer Symptome eine klinische Nachuntersuchung im Abstand von 2 - 4 Wochen durchzuführen. Zeigen sich auch bei der zweiten Untersuchung keine klinischen Symptome, ist an Medikamentenmißbrauch oder an eine Manipulation des Imkers an seinen Bienenkästen (Völkeraustausch) zu denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle eines Erregernachweises in Honig - bzw. Futterkranzproben, die auf einen subklinischen Befall hindeuten, ist der Imker besonders auf die Notwendigkeit vorbeugender Maßnahmen zur Gesunderhaltung seiner Völker hinzuweisen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Milbe-55</name></author>	</entry>

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