Bienenweide und Trachtfließband: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 3. März 2010, 12:05 Uhr
'Honigbaum Euodia hupehensis
Ich möchte einmal meine Erfahrungen mit diesem, bei den Imkern wohl bekannten Bienenbaum mitteilen. Auf Deutsch hat dieser Baum schon viele Namen, die mitunter auch Widersprüchlich sind. So zum Beispiel, Duftraute -Stinkesche, Tausendblütenstrauch, Bienenbaum.
Er gehört zu den Rautengewächsen und bildet Trugdolden, genauso oder ähnlich wie der Holunder. Ich besitze seit etwa 15 Jahren zwei Bäume die ich mir damals vom [[Immengarten Jaesch]] kaufte. Die ersten Blüten erschienen nach fünf Jahren. Ich hatte Glück bei den zwei Bäumen war ein männlicher und ein weiblicher dabei.
Zur Winterhärte sei gesagt, ich wohne im Westerzgebirge, und da gibt es auch harte und kalte Winter, meine großen Bäume, von einer Höhe von 6m, haben Kältegrade über -25C überstanden. Heikel sind dagegen Sämlingspflanzen die ungeschützt stehen, hier ist eine Laubpackung oder mit Mist angebracht. Die weiblichen Bäume bilden Unmengen von Samen aus, die immer paarweise in einer aufgeplatzten Fruchtkapsel liegen. Der Samen gehört zu den Frostkeimern. Der Samen soll von Vögeln gerne genommen werden. Hier muß ich Jaesch und anderen widersprechen, denn Vögel konnte ich noch nicht beobachten, die den Samen fressen.
Habe aber auch die Feststellung gemacht, dass bei starken Frösten, die Blüte nicht so reich erscheinen. Ich vermute, dass da die Blüte in der Knospe erfriert. Im Frühjahr treibt diese Art sehr spät aus, und verbreitet einen unangenehmen Geruch.
Meine Bäume blühen immer nach der Lindenblüte, und werden sehr reich von allen Insekten, von Schwebefliegen bis Wespen besucht. Natürlich sind die Bienen am eifrigsten. Es wird gesagt, drei Blütenbesuche und der Honigmagen ist voll. Diese sehr gute Trachtquelle ist wichtig für den Aufbau der Winterbienen, und bringt die Völker zu dieser Nektar armen Zeit wieder etwas in Schwung. Auch das Pollenangebot ist sehr gut. Honig möchte ich davon nicht essen.
Ich kenne diesen Baum schon aus den 70ern, und sah ihn erstmals in Erfurt auf der IGA Heutiges EGA Gelände. Er war damals schon als Honigbaum bekannt und kam von Ungarn.
Ich bin dagegen wenn diese Art im übertriebenen Maße angepflanzt wird, bedenken wir es ist auch ein Neophyt, und ich habe keine natürlichen Feinde daran gefunden, nicht einmal die gefräßigen Schnecken fressen das Laub.