Krämerplatte: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23. Januar 2011, 22:02 Uhr

Artikel in Bearbeitung

Zu ihrer Herstellung wird eine Weichfaserdämmplatte in einen Folienbeutel gesteckt und mit 250 ml 85% Ameisensäure getränkt. Der Folienbeutel wird luftdicht zugeschweißt. Die Weichfaserdämmplatte wiegt dann etwa 400 g. Unmittelbar vor dem Einsatz werden auf beiden Seiten der Krämerplatte Löcher mit einem Durchmesser von 12-15 mm in die Folie gestanzt. Die Lochzahl richtet sich nach dem Beutentyp und der Stärke des Bienenvolkes. Die gelochte Platte wird anschließend auf einem Holzrahmen mit einer Auflagemöglichkeit zwischen Zarge und Deckel gelegt. Die Verdunstungsgeschwindigkeit der Ameisensäure ist von der Lochzahl und vom Füllungsstand der Platte abhängig. Am Anfang verdunstet mehr Ameisensäure, später immer weniger.

Krämerplatte

Voraussetzungen:

  • Weichfaserdämmplatte natur (25 x 17 x 1 cm) mit 250 ml Ameisensäure 85% getränkt, in Folienbeutel eingeschweißt,
  • Auflagerahmen
  • Handschuhe
  • Lochstanzer (d = 15 mm)
  • Schutzbrille
  • Wasser

Dosierung:

  • über Anzahl der gestanzten Löcher
  • 1-Zargen-Völker (10 Zander-Waben): 2 x 10 bis 12 Löcher
  • 2-Zargen-Völker (20 Zander-Waben): 2 x 15 bis 18 Löcher
  • Einlegedauer: 2 bis 4 Wochen
  • Volk:
  • nach der Auffütterung
  • Fluglochgröße: egal
  • Behandlungsbeginn: Mitte/Ende September

Die Krämerplatte besteht aus einer Weichfaserdämmplatte von der Größe 170 x 247 x 10 mm.
Die Weichfaserdämmplatte ist über Baustoffhandlungen zu beziehen.

Sie wird mit 250 ml = 298g 85% iger Ameisensäure getränkt und in einen Gefrierbeutel eingeschweißt.
Die Krämerplatte wiegt dann ca. 420 g und ist zwei Jahre lagerfähig.

Anwendungsmöglichkeiten der Krämerlatte

Mit der Krämerplatte wird

  • die 21-tägige kontinuierliche Herbstbehandlung ab 25. September durchgeführt oder
  • die 7-tägige Vorbehandlung nach dem Abschleudern und nach dem Abtragen der ersten Flüssigfuttergabe und
  • die 14-tägige Nachbehandlung mit der gleichen Platte, ohne Nachfüllung von Ameisensäure ab 25. September zur Bekämpfung der Restmenge an Varroa und um einer Re-Infektion vorzubeugen.


Herbstbehandlung
/ Kontinuierliche 21-Tage-Behandlung mit einer original gefüllten Krämerlatte zur Bekämpfung der Varroamilbe ab dem 25. September.

Bei normalem Varroabefall kann diese Behandlung die einzige im Jahr sein. Alle biotechnischen Methoden, wie das Ausschneiden der Drohnenwaben, das Bannwabenverfahren, Fangwabe, Ablegerbildung etc. können unbehindert daneben eingesetzt werden, um den Varroadruck zu mindern.

Zwischen dem Ende der Auffütterung und dem Beginn der Behandlung sollen mindestens 14 Tage liegen, denn das Flüssigfutter muß verarbeitet sein.

Verwendet wird diese Lochtabelle: Lochzahl mit Locheisen je Folienseite:


Beutengröße Einzargig Zweizargig
Wabenzahl, Normalmaß 11 22
Lochzahl Krämerplatte 11 17

Spätsommer/Herbst

erster Teil

Kombinierte Spätsommer - Vorbehandlung über 7 Tage im August mit Herbst-Nachbehandlung über 14 Tage.

Diese Behandlung ist nur bei Flüssigauffütterung möglich, da Futterteig bei dieser Nachbehandlung nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen wird.

Mit der Behandlung wird erst nach dem Abtragen der ersten Futtergabe von ca. 4 - 5 Liter Flüssigfutter begonnen. Das Bienenvolk braucht offenes, ungedeckeltes Futter.

Spätsommer-Vorbehandlung

Verwendet wird diese Lochtabelle: Lochzahl mit Locheisen je Folienseite:


Beutengröße Einzargig Zweizargig
Wabenzahl, Normalmaß 11 22
Lochzahl Krämerplatte 3 7